Wir sind aber auch nicht auf der Welt, um es einfach zu haben. Gestern  versammelten sich die Ortsvereinsvorsitzenden aus dem Stimmkreis 127, der aus dem Landkreis Starnberg und den Gemeinden Bernried, Iffeldorf und Seeshaupt gebildet wird, und der Kreisvorstand der SPD.

Der Grund für diese Zusammenkunft war die Landtagswahl 2013, für die sich zwei  Kandidaten aus dem Stimmkreis bewerben möchten. Beide Kandidaten, die Gautinger Bürgermeisterin und Vize-Landrätin Brigitte Servatius und der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Starnberger Kreistag, Tim Weidner, haben sich und ihre Schwerpunkte vorgestellt.
Wer als Spitzenkandidat bei der Wahl antritt, wird nach dem bayerischen Landeswahlgesetz auf einer Aufstellungskonferenz im Stimmkreis in geheimer Wahl ermittelt. Hier wählen Delegierte, die ihrerseits in den Ortsvereinen gewählt worden sind. Diese Aufstellungskonferenz würde erst zwischen Oktober und Dezember 2012 stattfinden. Eine frühere Entscheidung, die die Basis mit einbezieht, wird daher von allen Beteiligten favorisiert.

Gesten wurden nun die verschiedenen Modelle, die in Frage kommen, vorgestellt. Neben dem „Münchner Modell“ stehen Verfahren zu Diskussion, z.B. die „Urwahl Niedersachsen“, mit denen die Starnberger Kreis-SPD aber Neuland betreten würde.

In jedem Fall wollen die beiden Stimmkreisbewerber sich in regionalen Konferenzen den 452 SPD-Mitgliedern des Landkreises und denen von Bernried, Iffeldorf und Seeshaupt vorstellen. Die eine Variante sieht im Anschluss eine Briefwahl vor, die andere ein Mitgliedervotum zeitgleich in allen Ortsvereinen. Das „Münchner Modell“ erlaubt jedem Ortsverein eine Stimme, unabhängig von der Zahl der Mitglieder, die den anderen Verfahren hat jedes Mitglied die Möglichkeit, selbst abzustimmen.

Der Kreisvorstand wird nun mit den beiden Kandidaten und den Ortsvereinen im Stimmkreis prüfen, welches der Verfahren unter Berücksichtigung der organisatorischen, rechtlichen und monetären Aspekte infrage kommt.

 

 

 

 

Spät wurde es am Mittwoch abend für den Kreisvorstand und die eingeladenen Ortsvorsitzenden.

 

0 Kommentare
  1. Bettina Scholten
    Bettina Scholten sagte:

    Jedes der gestern vorgestellten Modelle der Entscheidungsfindung ist für sich gesehen ein guter Ansatz, wobei sicher der organisatorische und finanzielle Aufwand, der nicht unterschätzt werden sollte, letztlich auch den Ausschlag geben wird.
    Ich bin nach dem gestrigen Abend zu dem Schluß gekommen, daß wir uns mit dem anfänglichen Ansinnen, frühzeitig innerparteilich eine „Vorentscheidung“ zu finden, heillos verstricken und uns unnötige „Arbeitslast“ aufbürden.
    Meiner Ansicht nach sollten wir das übliche Procedere einhalten und die Entscheidung erst in der Aufstellungskonferenz mit von den Ortsvereinen entsandten Delegierten, die ja von der Basis gewählt werden, treffen.
    Warum also so eilig?

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